Suche, Monitoring, Channels.

Twingly. Blog- und Microblog-Suche und Monitoring. Warum ich das erst seit ganz kurzer Zeit nutze, erkläre ich gleich. Als wir (im Wesentlichen Christian) mit der Opernwerkstatt starteten, hat uns Anja Rauch von Twingly gleich Unterstützung angeboten. Damals haben wir beide nicht viel damit anfangen können. Vielleicht war es auch nicht das richtige Instrument für so ein Projekt.

Okay, wenn euch jetzt große Fragezeichen im Kopf herumschwirren: Inzwischen kann ich es einfach zusammenfassen: Twingly kann man nutzen, um Social-Media-Monitoring zu betreiben oder einfach Blog- und Social-Network-Beiträge zu einem bestimmten Begriff zentral und übersichtlich anzeigen zu lassen.

Aber auch beim Blumenkübel-Mem reagiert man beispielsweise bei Twingly, wo man auch einen Blog hat, schnell. Schneller, als man danach verlangen könnte, wird ein Kanal zum Thema eingerichtet. Das finde ich prima, denn vom iPod lässt sich so ein Twingly-Channel sogar besser verfolgen als die Twitter-Suche. Die wird selbst in der offiziellen App bei Memes unbrauchbar.

Als ich dann die letzten Tage über meinen anstehenden IFA-Besuch getwittert habe, hat mir Anja auch in Windeseile einen IFA-Channel aufgemacht und mir angeboten, mich diesen administrieren zu lassen. Und weil ich es endlich ausprobieren wollte, habe ich es gemacht.

Ich will zu Twingly selbst nicht viel sagen. Es geht einfach, es funktioniert. Aber großartig ist nunmal das Engagement, das von der Plattform selbst ausgeht. Man erhält schnelle Reaktionen und bekommt gerne alle Fragen beantwortet. Sagt ihr nicht immer, so geht Social Media? Ich sage, so sollte jedes Startup handeln. Und da bin ich dann auch sehr gerne bereit, das weiterzugeben. Also: Probiert es aus.

kleingeschriebenes praktikum.

ab heute morgen, genau zur veröffentlichung des artikels, werde ich in heidenheim die agentur graustich als texter unterstützen. (ja, dieser artikel wurde am vorabend getippt.) wenn es gut läuft, mache ich das bis einen tag vor meinem geburtstag, ganze drei wochen lang.

nachdem ich mich zu den anfangszeiten meines blogs über deren ständige kleinschreibung geäußert habe, die ich nach wie vor nicht immer passend finde, wollte ich jetzt mal passend zu meinem neuen arbeitsumfeld einen kurzen artikel in kleinschreibung abliefern.

ich freue mich schon auf meine tätigkeit. trotzdem denke ich mir, dass ich schon bald auch knoten im hirn haben werde deswegen. das gehört dazu, wenn man nur über texten sitzt und brütet.  aber ich schätze, sie bringt mir und den graustichlern etwas. was ich genau tun werde? keine ahnung. schreiben. ich versuche, die ganze sache gut anzugehen. und natürlich halte ich euch auf den üblichen kanälen, twitter und facebook, auf dem laufenden.

fragen stellt ihr brav von selbst, wenn ihr welche habt, richtig?

wenn ihr meine kaffekasse füllen wollt, ich habe hier so preisschildchen. hinter denen verbirgt sich ein ebenso einfacher wie genialer micropayment-dienst. ich kann das geld gebrauchen, selbst wenn es tatsächlich “nur” für einen kaffee reicht :)

Gesundheitsstatusupdate

Ich habe ein paar “Updates” meines Gesundheits-Status.

Wer mich auf Twitter liest, der weiß ja das meiste schon, oder hätte Fragen können. Apropos, Fragen dürft ihr mir auch hier stellen, ich verspreche eine rasche Beantwortung.

Also, ich mache es mal kurz. Seit Freitag bin ich aus dem Krankenhaus raus, alles lief nach Plan, und verbringe jetzt zuhause meine Zeit im Bett, statt dort.

Ich kann mich jetzt mit Krücken einigermaßen fortbewegen, aber nur sehr kurze Strecken, alles darüber hinaus wird schnell anstrengend.

Morgen, am Dienstag, kommen die Klammern und Fäden raus, und nächsten Dienstag erfahre ich dann, wie das nun ist mit dem Tumor.

Noch 5 Wochen werde ich an Krücken gehen, mich langsam steigernd, bis ich mein Bein wieder voll belasten kann und darf.

Das war es erstmal. Ich möchte allen, die mich unterstützt haben, für mich da waren, mir Mut zugesprochen haben, irgendwie da waren und etwas geschrieben haben, danken. Danke, ihr habt es mir sehr erleichtert.

Offene Karten, aber kein Spiel

Ich habe einen Tumor und werde am Dienstag, den 22. Juni, operiert.

Wow, es tut wirklich gut, so offen sein zu können. Ich denke, dass sich das nicht negativ für mich auswirken wird. Aber, was habe ich zu verlieren? Ich bin der Überzeugung, Offenheit zahlt sich aus und ist eine Tugend. (Ein bisschen unterstützt hat mich das positive Beispiel von Jeff Jarvis, danke.)

Er ist ca. 8x8x8 cm groß. Vermutlich gutartig, aber aufgrund seiner Größe macht eine Probenentnahme keinen Sinn- in einem anderen Teil könnte er bösartig sein, egal, was die Probe sagt.

Und selbst wenn er gutartig wäre: Die “Raumforderung” im Bereich des Femur (Oberschenkelknochen) innen rechts ist irgendwie unsinnvoll da, wo sie ist. Meine (übrigens sehr netten und gut erklärenden) Ärzte könnten euch das jetzt richtig erklären. Außerdem, sagen sie, dass man an die Stelle nicht so gut rankommt. Muskeln oder gar ein dicker Nerv geht da lang- beides sollte man nicht beschädigen. Übrigens ist der Tumor “einfach aus dem Knochen rausgewachsen”, wenn ich das so unsachlich beschreiben darf. Also besteht er aus Knochen und einer Knorpelhülle und ist vermutlich nur eine seltsame Laune der Natur. (Disclaimer: Ich bin nicht fachkundig, aber grundsätzlich sollte das stimmen, was hier steht.)

Ja, ich bin gerade sehr mit der Tür ins Haus gefallen, das gebe ich zu. Es tut mir aber, glaube ich, gut, das endlich loszuwerden. Ich muss es jetzt auch nicht mehr erklären, wenn jemand wissen will, warum ich mindestens die nächsten beiden Wochen “nicht da” sein werde. Jede Erklärung war eine Überwindung. Jetzt, wo es nur noch ein paar Tage sind, möchte ich mir das möglichst nicht mehr antun. Meine Laune/Psyche war sowieso nicht mehr so stabil und auf der Höhe, seitdem ich die Diagnose kannte (geschah inzwischen auch schon vor Monaten). Vielleicht erklärt das ein paar Sachen. Ich habe ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich an die OP denke. Ichwillnicht, so ungefähr. Aber: Ich denke, die Ärzte wissen, was sie tun. Ich habe es selber sowieso nicht in der Hand.

Einige engere Vertraute Menschen wissen all das bereits, euch möchte ich ganz herzlich für die Unterstützung im Vorfeld danken.

Wer mich im Krankenhaus erreichen will: Ich werde vermutlich Internet haben. Außerdem mein Handy dabei, Nummer im Impressum.

Wer mich im Krankenhaus besuchen will, findet hier eine Anfahrtsbeschreibung. Eventuell schmuggle ich euch Abteilung und Zimmernummer hier rein.

Wer Röntgenbilder möchte: Schutzgebühr nach Vereinbarung. Mindestens.

Wer mir hier ein bisschen Mut machen möchte: Danke, danke, danke.

Social Media für Städte und Gemeinden

Mein Praktikum, sagenhafte 5 Tage, habe ich ja diese Woche bei Christian de Vries verbracht. Könnte ich öfter machen, finde ich. Und ein Ergebnis habe ich auch vorzuweisen.
Aufgabenstellung war:

Social Media für Städte und Gemeinden?!

  • (Zum Verständnis)- Was müssen Städte kommunizieren?

  • (Beispiele)- Wie tun sie das?

  • (Folgerung)- Wo gibt es ungenutzte Möglichkeiten?

Zum ersten Punkt, Was müssen Städte kommunizieren,
hierunter fallen einem erstmal Amtliche Bekanntmachungen ein. Zur Pflicht kommt dann die Kür, interne Entscheidungen, Ergebnisse von Gemeinderatssitzungen, Kulturveranstaltungen und was eben noch aktuell anfällt, wollen die Bürger gerne wissen. Eine Fülle von unterschiedlichsten Dingen also.

Zur Frage, Wie tun sie das? gibt es eine einfache Antwort: Größtenteils auf klassischen Wegen. Anzeigen für Bekanntmachungen oder eigene Stadtnachrichten gehören dazu, sonst noch Flyer, manchmal Plakate, Messeauftritte. Und viel über Newsletter, Mailing-Listen, Pressemitteilungen werden also einfach ins Netz geschossen. Einzelne Städte wagen sich bereits mit Foren und Social-Media-Auftritten online, es finden sich sowohl, ich möchte fast sagen, Totgeburten, als auch funktionierende Beispiele, vor allem zum Thema Bürgerhaushalt. Es gibt sogar ein schönes CMS extra für Städte, mit eGovernment-Lösungen und Dokumentenmanagement. Es gibt aber auch nette privat geführte Stadtblogs, in Augsburg, Winterthur, und Stuttgart, beispielsweise.

Einen schönen Stadtblog zum Hafen der Kulturhauptstadt 2010 (Duisburg) habe ich auch gefunden, hier mal einen Gruß an Frank Tentler, der am Konzept gearbeitet hat.

Twittern tun machen zum Beispiel die Städte Freiburg und Frankfurt/Main, bei ersterer scheint ein Feed zu arbeiten, bei letzterer kommen auch mal Dialoge zustande. Auf Facebook habe ich zwei offizielle Stadtseiten herausgesucht: Reutlingen und Heidenheim.

Dass ein Bedürfnis nach Regional- bzw. Stadtblogs besteht, zeigt sich an der relativ hohen Partizipation, selbst an einem negativen Beispiel. Eine Agentur hat sich hier massig Stadtblogs gesichert (über 200), jeweils das selbe, einfache WordPress installiert, ist erst nur unter einer 0900-Nummer, inzwischen aber gar nicht mehr, die Minute telefonisch zu erreichen, und die Blogs verkommen oft zu Inseratsammlungen, Spam- und SEO-Halden oder schlafen komplett ein. Es soll dort Kommentare geben, die 2 Jahre lang nicht moderiert wurden, und andere Unstimmigkeiten. Die letzten Referenzen der Agentur auf ihrer Seite sind von 2006.

Das führt uns umgekehrt zur Frage, Was gibt es für ungenutzte Möglichkeiten, und, Warum bleiben diese ungenutzt? Allgemein lässt sich sagen: Immer noch Unsicherheit im Umgang mit dem Internet, Angst vor einem Seriositätsverlust und Angst vor negativen Kommentaren und dem Umgang damit. Die Möglichkeiten sind natürlich groß: Durch aktuellen Content bei Google gut zu ranken, seine Bürger zeitnah und kostengünstig zu informieren. Durch die Feedback-Möglichkeiten könnte man außerdem auf einfachem Wege konstruktive Kritik erhalten und in den Dialog mit den Bürgern treten.

Vielleicht tut sich ja im Sinne einer offeneren und damit demokratischeren Online-Umsetzung von Stadtseiten in Zukunft mehr, zu wünschen wäre es für Bürger UND die Verwaltungen.

Als Quellenangaben habe ich heute das Internet und eine wirklich gelungene Präsentation von Karin Janner anzubieten (danke für den Austausch):

Digital naiv.

Update: Tatjana Carl von Diffferent hat sich gemeldet. Ich habe direkt angerufen und ein sehr nettes Gespräch geführt. Wenn das weiterhin so bleibt, mit dem (ab dem Schreiben dieses Artikels) schnellen Reagieren, ist das nämlich gut.

Am 14.04. ging eine Mail auf mein Konto ein. Wer meine Aktivitäten etwas verfolgt, weiß, dass ich da auf der re:publica in Berlin war. Sie enthielt eine Anfrage der Diffferent GmbH aus Berlin. Sie hätten mich als Digital Native gefunden, irgendwie. Und würden mich gerne auf einen Workshop einladen. Nicht irgendeinen, sondern einen bei der Volkswagen AG in Wolfsburg. Die Reisekosten sollten erstattet werden, und außerdem sollten noch vier andere junge Leute an dem Worskhop teilnehmen. So weit erstmal, ganz erfreuliche Neuigkeiten.
Mangels ordentlich funktionierendem WLan habe ich diese Mail dann am 15. beantwortet. Ich habe den Termin mit meinem Arbeitgeber (Schulpraktikum) in diesem Zeitraum abgesprochen, und mich in der Mail dann erkundigt, was die genaue Zielsetzung des Workshops sei. Außerdem, mal spaßeshalber, ob ich irgendetwas gezielt vorbereiten solle, was man denn genau von mir wissen wollen könnte. Könnte ja sein.

Dann hieß es, das genaue Datum würde im Laufe einer Woche noch genau geklärt. Und, wenn ich Fragen hätte und/oder Interesse, solle ich mich doch zurückmelden.
Ist ja klar, ich habe mich zurückgemeldet. Den genauen Termin habe ich imme rnoch nicht. Okay, ich habe gar keine Rückmeldung. Null. Nicht einmal einen Fehlerbericht, dass die Mail nicht durchgekommen sei.
Ich habe bis gestern gewartet, dann mal nachgeguckt. Eine Telefonnummer hat man mir auch geschickt. Was soll ich sagen- “Kein Anschluss unter dieser Nummer” tönt es gewohnt monoton aus dem Hörer.

Was soll das also? Ich verstehe nicht, wie VW eine Agentur beauftragen kann, einen Social Media-Worskhop zu veranstalten, und diese dann Digital Natives einlädt- beziehungsweise doch nicht. VW kann vielleicht nichts dafür, oder bekommt es gar nicht mit.
Die “Strategieagentur” mit den drei f hat aber meiner Meinung nach ein Unding abgeliefert.
Ich sitze nun hier,mit einer Einladung zu einem Worskhop, die nicht so viel Wert ist wie das Papier, auf das ich sie hätte drucken können. Und mit einem Vorwurf: Die Agentur hat in meinen Augen keinen guten Eindruck hinterlassen. Null Kommunikation, nicht einmal eine formlose Absage. Aber, “Strategieberatung unabhängig von Kommunikationsetats”, steht ja auch auf deren Onlineauftritt. Ich wundere mich also nicht mehr, sondern möchte dies ganz offen mitteilen.
Ich hoffe, ihr verbreitet es ein wenig. Denn, was ich möchte, ist ganz einfach: Dass es jemanden von VW oder Diffferent erreicht. Und, dass ich dann eine Antwort bekomme. Bitte eine offene Stellungnahme hier im Blog.

p.s. Dann waren da noch die zwei Rechtschreibfehler. Ich möchte nicht übertreiben, aber das gehört dazu und jede Autokorrektur der Welt hätte dieses Problem aus der Welt geschafft.

Nachhaltige Kommunikation

Ich habe heute ganz einfach nach einem Blogthema gefragt und es von Marie-Christin Schindler auch prompt geliefert bekommen:

Nachhaltige Kommunikation.

Man darf sie zuerst einmal nicht mit Nachhaltigkeitskommunikation verwechseln. Nachhaltigkeitskommunikation kommuniziert über Nachhaltigkeit in Unternehmen- Faire Bezahlung, Bio-Produkte und CO²-Neutralität sind ihre Themen.

Nachhaltige Kommunikation verfolgt den Ansatz,  eine “Win-Win”-Situation zu schaffen, dank der sowohl Marke als auch Konsument hinterher besser dastehen. Man bezeichnet  sie auch als “gewaltfreie” Kommunikation, die beispielsweise ohne aggressive Werbung auskommt. Man kann heutzutage statt einem “Information Overload” eher von einem “Advertisement Overload” sprechen, einen schönen Artikel dazu twitterte heute Sascha Lobo . Traut euch, das folgende Bild, das aggressive Werbung gut verdeutlicht, führt zu ihm.

Man begibt sich auf Augenhöhe mit den Kunden, so dass an der Entwicklung des Öffentlichkeitsbildes der Marke alle beteiligt sind. Ganz genau, die Marke passt sich dem Kunden an. Wenn die Kunden als Partner behandelt werden, werden sie auch zu solchen- und arbeiten für die Marke. Das führt bei der Ideensuche, verbunden mit Wettbewerben, zu ganz anderen Ansätzen, wie jüngst die ersten großen Marken herausfanden. Wenn die Marke aber weiß, wie ihre Kunden ticken, ist ihre Kundenbindung kaum zu übertreffen. Außerdem passt sie sich ständig effektiv ihrem Kundenstamm an, egal, wie dieser fluktuiert (was nach einer Weile immer weniger vorkommen wird).

Aber das ist nur eine Facette der nachhaltigen Kommunikation. Nachhaltige Kommunikation kann auf große Werbekampagnen beinahe ganz verzichten, da diese nur temporär Aufmerksamkeit erzeugen. Online würde man das ganze als “Buzz” bezeichnen. Nachhaltige Kommunikation will aber keinen Buzz erzeugen, sondern eine Reputation aufbauen. Buzz verfliegt und kann auch mal “ins Auge” gehen, eine Reputation dagegen ist ein sich langsam entwickelndes Bild in den Köpfen der Kunden, welches sich festigt, aber trotzdem mit der Marke weiterentwickelt.

Außerdem benötigt nachhaltige Kommunikation ein Umdenken zur ganzheitlichen Kommunikation: Nicht eine Abteilung eines Konzerns macht dies, die nächste irgendetwas anderes, jede ihren eigenen Kommunikationskanal auf. Das führt zu Unübersichtlichkeit. Eine Lösung für das gesamte Unternehmen muss her, nur bei sehr verschiedenen Sparten macht eine Aufteilung Sinn. Eine Vernetzung des Unternehmens ist jedoch der wichtigste Faktor. Ein großes, gutes Bild kann nur entstehen, wenn genau dieses nach außen getragen wird.

Das Problem an nachhaltiger Kommunikation ist leicht nachvollziehbar: Sie benötigt unglaublich viel Zeit,  Durchhaltevermögen, aber trotzdem ständiges Engagement. Langfristig ist sie aber von einem höheren ROI gekrönt: Buzz bringt kurzfristige Einnahmespitzen (wenn überhaupt, es gibt wie gesagt auch negativen Buzz). Nachhaltige Kommunikation ist anfangs garantiert ein Mittel, in das man Geld stecken muss. Sie zahlt sich erst langfristig aus, was sich viel schwerer messen lässt. Hier muss auch ein Umdenken in vielen Vorstandsetagen geschehen: Ein kurzfristig erspielter Erfolg wird meist gefolgt von einem um so tieferen Fall, einfach nachzuweisen an Börsenkursen.  Ein nur gemächlich entstehender Erfolg jedoch wird zwar auch schwanken, seine Grundbewegung aber beibehalten.

Nachhaltige Kommunikation lässt sich also darauf zusammenfassen, dass sie ein Umdenken zur interdisziplinären, langfristigen Kommunikation benötigt, weg von aggressiven Marketing-Strategien. Sie besteht im Idealfall durchgängig aus Dialog und Partizipation aller Beteiligter. Sie bringt keine schnellen Erfolge hervor, sichert aber langfristige.

Was habt ihr hinzuzufügen?

Schreib mal wieder

Schreib mal wieder, scheint mein Blog mir vorzuwerfen.

Schreib mal wieder, lautete vor einigen Jahren der Slogan einer Kampagne der Deutschen Post.

Schreib mal wieder, scheint mir auch mein kommender Besuch auf der re:publica 2010 in Berlin irgendwie einzuflüstern.

Das alles ergibt keinen Zusammenhang? Noch nicht, aber nach dem folgenden Abschnitt:

Wir Onliner haben es uns ja teilweise zur Aufgabe gemacht, die analogen Printmedien zu retten, oder ihnen auch mal vorzuwerfen, was sie im Hinblick auf die Zukunft falsch machen. Die Printmedien hauen zur Unterstützung Artikel raus, in denen sie frei in die Gegend feuern. Diesmal machen wir es anders. Ich werde von der re:publica mindestens 10 Postkarten schicken. An jeden, der eine möchte. Und ich möchte von euch, dass ihr es genau so tut. Es gibt immer jemanden, der die Mühe wert ist, eine schöne Postkarte auszusuchen und ein paar Zeilen an ihn zu schreiben. Zur Not, sucht euch jemanden auf der re:publica, vielleicht ist es ja auch ein Weg, jemanden ansprechen zu können. Übrigens: über Post freut sich jeder, so lange es keine Rechnungen sind ;)

Also: Von Mittwoch bis Freitag möchte ich, dass ihr die schönsten Ansichtskarten aus Berlin findet. Twitpict sie, verabredet euch zu Briefkasten-Vollstopf-Flashmobs. Und: Wenn ihr eine ganz persönliche Karte von mir wollt, eine Karte Mail an alex@mammutblog.de mit der Adresse genügt.

P.S. Eure Adressen werden nur für die Postkarte verwendet und dann gelöscht.  Ich habe nichts mit der Post zu tun, würde mich aber auch über Post freuen. Meine Adresse findet ihr im Impressum.

Grundrauschen

Ich weiß ja nicht, warum es mir momentan so geht, aber momentan lasse ich “Netznews” einfach an mir vorbei plätschern.

Dabei bin ich eigentlich motiviert, das Wetter ist super, es gibt Neuigkeiten genug, über die man bloggen könnte.

Aber: Bloggen können und etwas bloggenswert finden und darüber bloggen sind dann doch nicht ganz das selbe.

Disclaimer: Was ich hier produziert habe, sind angedachte Gedanken. Denkt mal bitte für mich zu Ende,  die Kommentare sind offen. Nein, hier ist nirgendwo ein Manifest versteckt. Ich hoffe trotzdem, dass viele so denken, wie ich.

Ich mach es kurz, und einigermaßen durchdacht:

Es gibt Neugkeiten von Apple.

Die Konkurrenz legt kräftig nach, natürlich nicht auf dem selben Niveau. Sonst wären sie ja Apple. Und natürlich wird Apple nachlegen. Nach und nach, eben.

Print ist tot.

Die Online-Vertreter des Print behaupten das Gegenteil. Ohne jetzt an journalistischen Grundsätzen rütteln zu wollen: Es gibt Fälle, da werden sie prima umgesetzt, aber es gibt auch grottigen Journalismus.

Alles wird digitalisiert.

Das Papier stirbt aus und Print auch. Aber: akut wird es erst, wenn ich meinem Musterungsbescheid ausführlich per Onlineformular widersprechen kann.

Internet.

Irgendwann wird dieses olle Internetz überall sein. Und alles können.

Und uns fürchterlich versklaven.

Ja, das war es. Dieser Beitrag ist hier eigentlich zu Ende. Irgendwie steht hier nichts großartiges. Nicht Neues, sehe ich das richtig?

Noch eine Runde, weniger durchdacht:

Die Politik ist komisch.

Atomkraft und die Parteien, die sie vertreten, sind mir suspekt. Von Lobbyismus zu erfahren, ist für mich irgendwie selbstverständlich. Achja: Im Kapitalismus sind Parteien komischerweise bestechlich. Warum wundert mich das alles nicht?

Die Kirche ist noch komischer.

Ich glaube. Dass man keinen Glauben braucht,  nämlich. Und dass sich immer wieder zeigt, wie diese autoritären Strukturen, egal ob in illegalen Sekten oder legalen Kirchen, nicht funktionieren.

Memonic macht weiter- und lernt dazu

Es gibt Neues von Memonic! Mit Memonic kann man seine wichtigsten Daten Archivieren, Ordnen und vor allem auch weiter verwenden und verarbeiten, ganz unumständlich. Seit dem Start am 5. November 2009 haben sich bereits 3500 Benutzer angemeldet.

Ich habe ein paar Zahlen bekommen und möchte sie euch nicht vorenthalten: Diese 3500 User haben bisher  15.000 Elemente bei Memonic abgelegt, der Nutzer mit den meisten hat bereits 517 gespeichert. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis er überholt wird, denn der aktivste Nutzer hat knapp 150 Items in einer Woche auf den Servern von Memonic gespeichert.

Aber was bisher erreicht wurde, ist nicht nur eine aktive Nutzergemeinschaft, sondern auch eine gut funktionierende, saubere und vor allem nützliche iPhone-App. Die gute Idee, alle wichtigen Webseiten abzuspeichern anstatt Lesezeichen zu erstellen, die schnell ungültig werden können, wenn die Seite verändert wurde, ist auch schon mit einer Nominierung zur Business-Idee 2010 honoriert worden. Es zeigt, wie durchdacht Memonic aus Startups gegründet wurde, und ein Vortrag über Start-Ups der Memonic-Gründer rief bisher auch viel Lob hervor.

Was Memonic in den nächsten Monaten umsetzen wird, sind alles sinnvolle Erweiterungen zum bestehenden Dienst. Zuerst einmal wird man zukünftig auch jede Datei von seinem Desktop (Windows) direkt bei Memonic einem Clipping hinzufügen können, aber auch per Mail kann man zukünftig Daten in sein Memonic-Archiv sichern. Auch von der iPhone-App soll ein Upload ermöglicht werden…und vieles mehr, was ich hier allerdings nicht alles verraten darf. Ich verrate aber, es bleibt spannend und vor allem stets auf dem aktuellen Stand der Technik.
Was ich ja in meinem ersten Post zu Memonic bereits erwähnt habe,wird nun in noch näherer Zukunft umgesetzt: Memonic wird zahlreiche Premium-Features bieten. Es wird relativ preiswert werden, genaue Daten gibt es aber auch hier noch nicht. Außerdem wird es für Schüler und Studenten sicherlich reduzierte Tarife geben.

Also:  Behaltet Memonic im Auge, die Schweizer wissen was sie wollen, und ich wünsche ihnen, dass sie es auch schaffen.