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Noise statt Niveau
01. März 2012Ich meckere ja wirklich nicht gerne über “unsere” Lokalzeitung. Das Internetverständnis der Personen, die bei der Heidenheimer Zeitung beruflich an der Tastatur sitzen, scheint ein ganz eigenes zu sein. Und das macht sich in technischer, wie auch inhaltlicher und formeller Hinsicht bemerkbar. Es folgt eine Geschichte, wie eine Zeitung mit ihrem Jugendmagazin NOISE ihren potenziellen Nachwuchs vergrault. Das ist nicht nur mir aufgefallen, ich bekam zu meiner Diskussion online viel privates Feedback.
Ich kenne mich da ja ein bisschen aus, war auch eine ganze Weile hinter den Kulissen aktiv. Das kam, weil ich durch meine Tätigkeit hier im Mammutblog angesprochen wurde, ob ich nicht Lust hätte, am neu entstehenden Jugendmagazin NOISE mitzuwirken. Die Lust hatte ich, und so habe ich auch einige (nicht viele) Artikel für Noise geschrieben. Weil ich außerdem mehr Ahnung von WordPress hatte (und habe) als die zuständige Redakteurin, wurde ich prompt zum Admin gemacht.
Jetzt möchte ich dazu ein paar Geschichten aufwärmen, die meiner Meinung nach zusammen einen deutlichen Eindruck hinterlassen, wie es bei der Heidenheimer Zeitung im Onlinebereich so zugeht.
Sicherheit & Technisches Verständnis
Da wurde einmal die Website der Heidenheimer Zeitung “gehackt”- wobei hacken hier eine so große Herausforderung war, wie das Öffnen einer angelehnten Tür. Seit über einem Jahr wurde das Betriebssystem des Servers nicht aktualisiert, Updates des CMS und der Plugins wurden lange nicht vorgenommen. Bei noise-online.de dasselbe Spiel. Auf meine Aufforderung, das dort laufende WordPress upzudaten, folgte erst sinngemäß: “Und wenn das Update die Seite zerschießt?”. Ich habe mir das viel zu lange angesehen.
Mangelnde Kritikfähigkeit
Kommentare sind auch so eine Sache. Viele sind einfach unbeachtet im Spam gelandet, sporadisch habe ich ihn dann durchforstet und Kommentare genehmigt. Aber als ich letztens selbst wieder einmal kommentiert habe, wurde der Kommentar nicht zugelassen. Noise mag keine unliebsamen Kommentare. Zwei weitere Betroffene von “Zensur” von Kommentaren haben bereits gebloggt- beide mit Screenshots.
“Zensur beginnt schon in Lokalmedien”- Jalouxx
“Die Suche nach dem Niveau von Noise.” - Sveamaedchen
Letzteres hat Svea auch auf der Fanpage von Noise gepostet. Die Reaktion (die auch, wenig, später, kommentarlos gelöscht wurde):
Wir sehen: Die Mitarbeiter wurden vermutlich nicht auf Social Media geschult, es gibt keine klaren, gut funktionierenden Richtlinien, wie der Verlag online agiert.
Das Niveau
Diese Überschrift steht nicht ohne Grund ganz unten. Anschauungsmaterial: Der Youtube-Kanal von NoiseTelevision. Offiziell für das Jugendmagazin erstellt und befüllt. Es befinden sich wahre Perlen darin.
Hier und da, nur zwei Beispiele. Die restlichen Videos des YouTube-Kanals sprechen genauso für sich. Aber versteht mich nicht falsch: Was “Dead Men Talking” dort tun, dürfen sie gerne. Das ist ihre, sehr provokante Form von Kunst. Aber ein “echtes” Jugendmagazin sollte etwas mehr den Schwerpunkt auf Inhalte legen, finde ich.
(Vielleicht lassen sich ohne entsprechendes Budget aber auch einfach keine Webvideos machen.)
cdv! hat das schön ausgedrückt: “Lokal kann nicht digital”
Aber wieso sollte man denn Qualität liefern, wenn man vom Internet Folgendes hält:
Ich weiß nicht, welche Ansprüche man an eine so kleine Zeitung, an ein so kleines Magazin stellen darf. Aber ich finde, das schlägt dem Fass so langsam den Boden aus.
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Das neue Magenta Monopol
15. Januar 2012Zum Schreiben dieses Beitrags hat mich diese Woche ein Artikel im Wall Street Journal Deutschland angestiftet. Kurze Zusammenfassung: Die deutsche Tochter der Telefónica kauft sich ins Glasfasernetz der Telekom mit ein. Warum ich das als einen möglichen Schritt zur erneuten monopolistischen Stellung der Telekom und somit auch als eine Gefährdung in Sachen Netzneutralität sehe, versuche ich nun anschaulich zu erklären.
Disclaimer: Ich möchte der Deutschen Telekom nichts unterstellen.
Foto: Markus Rollbühler
Nochmals genauer: Für die Mobilfunkmarke O2 der Telefonica Germany werden zukünftig bis zu 2000 so genannte Mobilfunk-Aggregationspunkte an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen. Wir reden hier also nicht über das Festnetz, sondern nur über mobile Telefonie und Daten. Die Mobilfunkmarke der Telefonica in Deutschland heißt O2, das macht es im weiteren einfacher.
Um also weniger Kosten für einen teuren Netzausbau zu haben, behilft sich O2 dem besser ausgebauten Netz des großen Telekom-Riesen. Dass die Kapazitäten von O2 immer wieder nicht ausreichten, zeigen die gesammelten Einzelfälle, die große Lücken in der Netzabdeckung und eine teilweise Überlastung des O2-Netzes zeigten. Der Grund hierfür ist vor allem der enorm gestiegenen Datenmengen. Anfang letzten Jahres sagte Cisco in einer Studie bis 2015 einen 30-fachen Traffic des mobilen Datenverkehrs in Deutschland voraus. Dieses Wachstum ist 3 mal so hoch wie der Zuwachs im kabelgebundenen Festnetz. Dies zwingt die Mobilfunkprovider natürlich zum Netzausbau, und dieser verursacht hohe Kosten für die Installation, aber auch mehr Kosten für den laufenden Betrieb.
Indem O2 sich jetzt aber, selbst wenn es nur für Spitzenauslastungen ist, nicht mit eigenem Ausbau behilft, sondern auf das Netz des ehemaligen Monopolisten Telekom zugreift, schwächt der blaue Konkurrent sich selbst. Rein wirtschaftlich gesehen mag in dieser Entscheidung zwar ein Vorteil liegen, langfristig bremst sich O2 aber selbst aus. Das Geld, was die Telekom dadurch einnimmt, kann sie in den Ausbau ihres Netzes investieren. O2 hat aber weniger Geld, das in den Ausbau des O2-Netzes gesteckt werden kann.
Natürlich gibt es außer O2 auch noch weitere Alternativen zur Telekom, aber wenn letztere irgendwann als einziges Mobilfunkunternehmen genug Geld für den Netzausbau übrig hat, bleiben alle anderen auf der Strecke. Daran kann selbst die Versteigerung von Frequenzen nichts ändern, denn wenn ersteigerte Frequenzen nicht genutzt werden und die Telekom ihre eigenen Frequenzen perfekt abdeckt, steht sie wieder als Monopolgigant ohne echte Alternativangebote da.
Sobald es nur einen einzigen Mobilfunkanbieter gibt, kann dieser ja ausprobieren, ob Diensteklassen, das parteiische Pendant zum neutralen Netz, sich durchsetzen lassen. Das würde er vermutlich schaffen, denn wohin sollen seine Kunden flüchten, wenn ihre Daten so oder so durch das Netz der Telekom transportiert werden?
(Dieses Szenario ist bisher in weiter Ferne- hoffe ich. Dennoch wollte ich aufzeigen, was solch eine Entwicklung einmal bedeuten könnte.)
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Die To Do-Liste: 3 ultimative Tipps
08. Januar 2012Wir waren alle irgendwann an dem Punkt, an dem wir all die Aufgaben, die zu erledigen sind, schriftlich fixieren müssen. Weil sie zahlreich und immer weniger offensichtlich werden, weil sie in die Tiefe gehen Eine To Do-Liste führen inzwischen sehr viele Menschen in ihrem Smartphone, entweder als App oder übers Web. Seine Aufgaben kann man sich analog aber auch aufschreiben oder sich einen Knoten ins Taschentuch machen. Warum die nicht-digitale Lösung letztendlich die bessere ist, und die drei weltallerbesten Tipps, gewonnen aus einer persönlichen Langzeitstudie, für das erfolgreiche Führen und Abarbeiten einer To-Do-Liste, verrate ich euch hier. Mehr Regeln, sage ich, braucht man nicht. Aller guten Dinge sind drei und weniger Regulierung gibt ganz bestimmt gutes Karma.

Bild: Markus Rollbühler
① Handschriftliche Listen
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Ich schreibe meine To Do-Listen nur noch selbst. Papier stirbt zwar aus, aber wir können vorher ja noch Listen mit zu erledigenden Dingen darauf unterbringen. Das dient vor allem der Tatsache, dass sich der Browser-Tab mit dem To Do-Dienst und die Aufgaben-App schnell schließen lassen. Außerdem ist der Ablenkungsfaktor von dem, was wir eigentlich tun sollen, auf einem Smartphone und am Rechner immens hoch. Mit nur einem Klick oder Fingerdruck ist alles verdrängt.
Die einfachste Methode ist am effektivsten. Wir müssen unsere Aufgaben nicht weiter gliedern und umordnen, als wir das auf Papier können. Sonst geht wieder Zeit drauf, die wir eigentlich für die Erledigung der Aufgaben auf dem Zettel nutzen können. (Post-Its an den Monitor heften ist kein gelungener Kompromiss und wirkt unkompetent.)
Ein ausreichend großes Stück Papier ist eine physikalische Manifestation, die man kaum ignorieren kann. Wer sowieso ein echtes Notizbuch nutzt, sollte sich angewöhnen, seine Aufgaben dort festzuhalten, auf Extraseiten oder eingelegten Zetteln.
② Genau eine Liste
Es gibt die eine To Do-Liste. Nicht mehrere verschiedene, denn wie schnell bleibt eine von vielen unbeachtet oder geht sogar verloren? Wenn wir dann noch Webdienste zur Aufgabenverwaltung und Papierkram vermischen, ist Aufschub, Verwechslung und dem ersten Anflug von Chaos die Tür geöffnet. Und Chaos breitet sich ähnlich hinterlistig aus wie Radioaktivität. Es durchdringt alles.
(Wichtige Ausnahme: Wer Arbeits- und Privatleben strikt trennt, führt genau zwei Listen. Für jedes Leben eine.)
③ Tasks abarbeiten
Zum richtigen Abarbeiten einer Aufgabenliste ist es wichtig, zwischen dringenden Aufgaben oder Aufgaben mit definierter Deadline und Aufgaben ohne zeitliche Vorgaben für die Erledigung zu unterscheiden. To Do´s mit Deadline werden vor Aufgaben ohne Deadline erledigt.
Außerdem unterscheiden wir zwischen langfristigen Aufgaben (zu denen man stets kleine, gut erreichbare Schritte zum Abhaken aufschreiben sollte) und den Dingen, die man in den nächsten 5-10 Minuten erledigen kann. Die Kurzzeit-Tasks sind oft die Dinge, die unerledigt bleiben, weil wir den Langzeit-Task zum Abschluss bringen wollen. Zukünftig nutzen wir also die Unterbrechung, in der wir sonst nur die kleine Aufgabe notieren und uns dann wieder in die große hineindenken müssen, zum Erledigen der kleinen Aufgabe. Und schon haben wir einen Punkt weniger auf der Liste.
Als Startpunkt zum Loslegen mit eurer neuen Papierliste:
→ Artikel teilen
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Tuned In- Social TV per App einschalten!
09. Dezember 2011Gibt es ein audiovisuelles Medium, dass besser dem Image der Passivberieselung gerecht wird als den Fernseher? Der Wandel zum passeiven Medium fand jedoch erst in etwa in den 1960er Jahren statt. Langsam löste der Fernseher das Klavier als teuerstes Möbelstück
in den Wohnzimmern ab. Einige Statistiken sehen den Fernseher noch momentan auf dieser prestige- und für Hersteller auch gewinnträchtigen Pole Position.
In den Anfangszeiten des Fernsehens jedoch waren diese nicht in Privathaushalten zu finden, da viel zu teuer. Fernsehstuben waren ein Versammlungsort, vielleicht zu vergleichen mit den Thermen des Alten Roms. Man erfuhr gemeinsam Neuigkeiten und diskutierte diese am Stammtisch, aber ließ sich auch unterhalten.
Während heutzutage das Fernsehprogramm des vorigen Abends oftmals Gespächsthema ist, gilt Fernsehen nicht mehr als ein Medium, das mit dem sozialen Umfeld konsumiert wird. Mal mit Freunden, oft mit der Familie- aber seltenst vergleichbar mit den Ursprüngen des sozialen Miteinanders beim Fernsehen. Fernsehen ist nicht sozial und somit auch nicht mit unserer wirklichen Erlebniswelt gekoppelt. weiterlesen
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Geeks sind langweiliger als Nerds.
09. September 2011Irgendwie konnte ich mich doch nicht dagegen wehren, mir die Wired anzusehen. Gruppendruck, vermutlich. Ich musste dafür immerhin nicht mit der GQ in Berührung kommen und habe mir die App aufs iPad geholt. Der originalen Wired bin ich übrigens irgendwie nie über den Weg gelaufen.
Wer sich vor allem der Überschrift wegen hierher geklickt hat, dem empfehle ich den letzten Abschnitt ganz besonders.Eines merkt man: Das Team hat sich hier viel Mühe gegeben.
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Was einigen Start-Ups fehlt…
30. August 2011Mir ist letztens aufgefallen: Wenn ich mir einige der gängigen Start-Ups ansehe, die als Best Cases gehandelt werden, dann graust es mir. Es graust mir vor den Use Cases, über die sich die Dienste verkaufen wollen. Manche davon wirken ähnlich schlecht konstruiert wie folgender fiktiver und erfolgloser Location Based Service:
“Unterwegs mit dem Laptop? Wenn du in einer neuen Stadt bist und viel reist: Hol an spannenden Orten deinen Rechner aus der Tasche, suche dir ein freies WLAN und zeige deinen Freunden, wo du bist!”
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Norwegen #13
26. August 2011Tag 13 in Norwegen.
13 ist ja irgendwie eine Pechzahl. Heute für diesen Urlaub zumindest, weil dieser Abend unser letzter für diesen Sommer in Norwegen sein wird. Wir waren nochmal, wie am ersten Tag, am Naustafossen- heute sogar im Wasser! Es war einfach nur eisig kalt. Und es ist ein gutes Gefühl, unter einem kleineren Wasserfall zu stehen. Unsere Laune war heute noch einmal sehr ausgelassen und wir sind im natürlichen Becken unter dem Fall ein paar Züge geschwommen. Das Tolle: Irgendwann friert man nicht mehr.
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Norwegen #12
25. August 2011Tag 12 in Norwegen.
Endgültig Zeit, um sentimental zu werden? Ich finde nicht. Und darum gibt es nochmal was auf die Ohren und Augen. Habe ich auf einem Fahrrad gefilmt, den Text dazu findet ihr hier.

Alex, 19 Jahre. Das bin ich. Ich habe als ein kleiner Nerd angefangen, mich mit dem Internet zu beschäftigen.
Inzwischen nutze ich das Internet professionell als kompetenter Digital Native.
Meinen Mammutblog schreibe ich über Social Web, professionelle Kommunikation, StartUps und das, was
mir online auf den Monitor stolpert.







