Memonic-Das Internet vergisst nichts.

Gestern bin ich über Twitter auf ein spannendes neues Startup, Memonic, gestoßen.
Es sah auf den ersten Blick sehr durchdacht und aufgeräumt aus.
Die Anmeldung ging wirklich absolut problemlos und fix, da könnten sich andere Dienste eine dicke Scheibe abschneiden.
Ich muss sagen, die Oberfläche hat mich auf den ersten Blick etwas an Google Wave erinnert, aber hinter ihr verbergen sich doch ganz andere Funktionen, wenn auch gewissen Parallelen zu erkennen sind. Die größte Parallele ist wohl, dass beides gründlich durchdacht wurde.

Kurzentschlossen habe ich mich über deren Twitter-Account um ein Interview „bemüht“-
was soll ich sagen- auch hier alles unkompliziert, freundlich und schnell gelaufen.
Bleibt nur zu wünschen, dass der Dienst sich durchsetzen kann.

Nur um das nochmal für alle klar zu machen:
Was ist Memonic und für wen ist es gedacht?

Memonic ist ein digitales Notizbuch. Es erlaubt dem Benutzer, seine persönliche Sammlung von Informationen aufzubauen und zu pflegen. Das Ziel ist, dass eine Information, die einmal gefunden wurde, immer wieder einfach abrufbar ist.

Was kann Memonic, was Google Wave und einschlägige Linksammel-Tools nicht können?
Google Wave ist primär für live Kollaboration ausgelegt. Momentan eignet es sich nicht sehr gut für den Aufbau einer persönlichen Informations-Sammlung. Auch das einfache speichern von Web-Inhalten zu Memonic gibt es bei Wave nicht.
Gegenüber anderen Link-Tools wie Browser-Bookmarks, delicious, etc. unterscheiden wir uns darin, dass Memonic nicht nur Links sondern Inhalte speichert. Dadurch werden die gespeicherten Informationen suchbar und sind auch in der Zukunft noch vorhanden, wenn die Original-Seite schon lange wieder gelöscht wurde.

Wenn wir ein wenig in die Zukunft schauen, könnt ihr uns ein paar Features nennen, die ihr plant?
Ein wichtiger Punkt für uns sind gute Sharing-Möglichkeiten. Da werden wir noch einiges erledigen müssen. Stichworte sind Integration in Twitter oder Facebook und auch bessere Berechtigungen als bisher.
Dann möchten wir auch bald eine erste Version unseres iPhone Clients veröffentlichen, mit dem Memonic auch unterwegs und vor allem offline verwendbar wird.
Unsere Liste geplanter Features ist natürlich sehr gross. Wir hören da aber momentan vor allem auf unsere Benutzer um heraus zu finden, in welcher Reihenfolge wir diese Features veröffentlichen möchten.

Inwiefern wird man Memonic personalisieren können?
Wir können uns vorstellen, einmal Themes einzuführen, damit die Benutzer zum Beispiel die Farben der Seite selber bestimmen können.

Wird es Memonic bald auch in anderen Sprachen geben?
Ja, definitiv. Wir arbeiten momentan an der deutschen und spanischen Version. Einige Benutzer haben bereits an Übersetzungen für Chinesisch und Rumänisch gearbeitet.

Momentan seid ihr noch eure eigenen Investoren. Wie soll Memonic aber in Zukunft finanziert werden?
Memonic wird schon bald bezahlte Accounts anbieten. Beim kostenlosen Konto werden wir den Speicherplatz limitieren und dann beim Pro-Account mehr Speicherplatz und auch einige zusätzliche Features anbieten. Mittelfristig möchten wir auch Firmen-Accounts anbieten, mit eigener Benutzerverwaltung und anderen Firmen-spezifischen Funktionen.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg und eine gute Entwicklung mit Memonic!
Danke für das Interesse!
Liebe Grüsse
Patrice Neff, Mitgründer

Also, wenn jemand viel im Internet recherchiert oder viele Fundstücke für lange Zeit aufbewahren möchte, besonders bei kurzlebigem,was es im Web ja immer wieder gibt:
Schnell bei Memonic anmelden, das Bookmarklet für den Browser hinzufügen und ganz unkompliziert eine Art Internetarchiv anlegen oder Notizen aus Websites jeder Art machen.

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  • Pingback: MammutBlog » Blog Archive » Memonic macht weiter- und lernt dazu()

  • Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.

  • Mein Blog ist über 3 für die jeweilige Zielgruppe einfachst zu merkende Domains erreichbar.
    Mexxwell jedoch…Maxwell, …,viele Vertippmöglichkeiten und Verhörer.
    Und eine .net-Endung ist auch nicht immer optimal.
    Ich glaube, ich weiß durchaus, was ich hier tue.
    Wie bist du denn auf den Blog gestoßen?

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  • Die Domain ist alles andere als gut.

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